Ein Renaturierungsprojekt
Das größte vom NABU Sulingen betreute Projektgebiet ist die Auenlandschaft Urloge, in den zur Samtgemeinde Kirchdorf gehörenden Gemeinden Barenburg und Varrel.

Insgesamt 16 ha Wald und Ackerflächen, im Mündungsbereich der Flöte in die Große Aue, konnte der NABU in den vergangenen Jahren mit Unterstützung der Bingo-Umweltlotterie, der Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz, der Firma ExxonMobil und der Stabsstelle Kreisentwicklung des Landkreises Diepholz (als Kompensationsflächenpool) ankaufen und in das Eigentum der Stiftung Naturerbe Landkreis Diepholz übertragen.

Mit den Ankäufen wurde das Ziel verfolgt, in die heute weitgehend intensiv genutzte Niederung der Großen wieder naturnahe Strukturen mit extensiv genutztem Grünland, verschieden gestalteten Feuchtbiotopen und vor allem Überflutungsflächen bei Hochwasser zu schaffen.

Schon auf der Mitgliederversammlung 2007 konnten Dietrich Kern und Bernhard Köstermenke in einem Vortrag große Fortschritte aufzeigen. Bilder veranschaulichten den Vortrag.

Vier Jahre nach Beginn der Renaturierungsarbeiten hatten sich eine Vielzahl neuer Tier- und Pflanzenarten angesiedelt. Sehr gut untersucht ist beispielsweise die Gruppe der Libellen, von denen bislang 26 Arten nachgewiesen wurden.

Seit 2003 wurden rund 13.000 m² Ackerflächen in Wald umgewandelt, ein fast 300 m langer Hochwasserschutzwall beseitigt und ein ca. 150 m langer Entwässerungsgraben, zum Zwecke der Vernässung angrenzender Flächen, abschnittsweise verfüllt werden.

Eine blühende Landschaft
Darüber hinaus wurden mehrere Teiche und künstliche Altarme angelegt und Hecken und Gehölzgruppen gepflanzt.

4 von ehemals 9 ha Ackerflächen sollen zu auentypischem Grünland entwickelt werden, die restlichen Flächen sollen sich, ebenso wie die zum Projektgebiet gehörenden Wäldchen, möglichst naturnah entwickeln.
Neben den zuvor festgestellten Vogelarten haben Dorngrasmücke, Neuntöter und Sumpfrohrsänger das Gebiet mit je einem Brutpaar neu besiedelt. Weitere Vogelarten wie Eisvogel, Distelfink und Nilgans, suchen das Gebiet regelmäßig zur Nahrungssuche auf.
©2011 Webmaster, NABU Sulingen, letzte Aktualisierung: 15.07.2011