Die NABU-Schutzgebiete

Kleinode in der Landschaft

Der NABU hat es sich zur Aufgabe gemacht, wertvolle Schutzgebiete in der Region zu betreuen und zu pflegen. Auf dieser Seite wollen wir Ihnen eine Übersicht über die von uns betreuten Gebiete geben und Ihnen zeigen, was diese so wertvoll macht.


Unsere Schutzgebiete im Detail


Foto: NABU Sulingen/Udo Sakuth
Foto: NABU Sulingen/Udo Sakuth

Das Sulinger Moor

 

Moore hatten für die Menschen in früheren Zeiten keinen Wert und waren häufig Kulisse für schaurige Geschichten und Sagen. Sie konnten weder für die Landwirtschaft, für die Jagd oder den Fischfang genutzt werden. Darüber hinaus waren sie für Mann und Pferd kaum zu durchdringen und stellten so natürliche Verkehrshindernisse in der Landschaft dar. Die Trockenlegung der Moore galt daher über Jahrhunderte als große kulturelle Leistung.
Dies hat dazu geführt, dass natürliche Moore mit ihren verschiedenen ökologischen Ausprägungen heute zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen in Deutschland zählen. 

Wir vom NABU versuchen,  diese letzten Moorlandschaften in Niedersachsen zu retten und zu renaturieren.

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Foto: NABU Sulingen/ Bernhard Köstermenke
Foto: NABU Sulingen/ Bernhard Köstermenke

Das Renaturierungsprojekt "Auenlandschaft Urloge bei Barenburg"

Das bisher  größte vom NABU Sulingen betreute Projektgebiet ist die Auenlandschaft Urloge in den zur Samtgemeinde Kirchdorf gehörenden Gemeinden Barenburg und Varrel.

Auf das „Urloge“-Biotop sind wir besonders stolz. Aus ehemals Wirtschaftswald und Ackerflächen entwickelt sich seit 2003 unter der Obhut des NABU ein Naturparadies für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Bei der Erfassung der im Gebiet vorkommenden Vogelarten wurden im Frühjahr 2016 zahlreiche Brutvögel festgestellt, darunter Buntspecht, Star, Hohltaube, Goldammer, Sumpf- und Teichrohrsänger, Mönchs-, Garten- und Dorngrasmücke, Zwergtaucher und Höckerschwan sowie sogar zwei Brutpaare des seltenen Neuntöters.

Ein toller Erfolg und eine Bestätigung für unsere Bemühungen!

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               Foto: NABU Sulingen
Foto: NABU Sulingen

Die Küfer Heide

Zehn Helfer ließen sich vom kalten Wetter nicht abschrecken und fanden sich mit Beilen, Sägen und Äxten vor Ort ein. Nach drei Stunden war die Arbeit getan und wurde mit einem deftigen Frühstück belohnt. „Es macht Spaß, in Gesellschaft Sinnvolles für die Natur zu tun und außerdem tut mir die Arbeit an der frischen Luft gut.“ resümierte einer der Helfer.

Die Küfer Heide ist ein rund 1.000 Quadratmeter kleiner Rest eines ursprünglich sehr viel größeren Heidegebietes im Sulinger Ortsteil Labbus. Trotz oder wegen ihrer geringen Größe wirkt die Küfer Heide sehr idyllisch und wird von Radfahrern und Spaziergängern gerne als Haltepunkt genutzt.
Naturfreunde, die sich künftig an Pflegeeinsätzen beteiligen möchten, sind immer willkommen und können jederzeit mit den Vereinen Kontakt aufnehmen. Ansprechpartner beim NABU ist Bernhard Köstermenke, Telefonnummer 04271/6194 und beim Heimatverein Hajo Wieting, Telefonnummer 04271/5195.

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 NABU Sulingen Klaus Thiele
Steinschmätzer Foto: NABU Sulingen/Klaus Thiele

Magerrasen in Klein Lessen bei Sulingen

 

Der Magerrasen Kl. Lessen wurde bis etwa 1990 als Acker genutzt und hat sich seitdem auf natürliche Weise entwickelt. Aufgrund der Nährstoffarmut und des geringen Wasserhaltevermögens des Bodens haben sich spezielle Pflanzenarten angesiedelt, die an solche Standorte angepasst sind. Diese Arten sind nicht auf Nährstoffarmut angewiesen, sie könnten auch an besser versorgten Standorten existieren. Dort unterliegen sie aber aufgrund ihrer geringen Konkurrenzkraft anderen Pflanzen. In unserer intensiv genutzten und mit Nährstoffen reichlich versorgten Kulturlandschaft stellen Magerrasen wichtige Rückzugsgebiete für selten gewordene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten dar.

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Foto: NABU Sulingen
Foto: NABU Sulingen

Das nördliche Suletal als Lebensraum für den Weißstorch am Stadtrand von Sulingen

Das nördliche Suletal besteht überwiegend aus Feuchtgrünland. Von dem etwa 70 ha großen Projektgebiet gehören 10 ha der Stiftung Naturerbe Landkreis Diepholz und weitere Flächen der Stadt Sulingen. Das nördliche Suletal ist Nahrungsgebiet für den Weißstorch, der hier seit einigen Jahren regelmäßig auftaucht und 2005 erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder erfolgreich gebrütet hat. Der NABU unterstützt die Stadt Sulingen in ihrem Bemühen, die extensive Grünlandnutzung in dem Gebiet zu erhalten und die Lebensbedingungen für die Störche zu verbessern. Dazu wurden bereits eine Nisthilfe aufgestellt, verschiedene Kleingewässer angelegt und storchenfreundliche Bewirtschaftungsweisen gefördert. Im Frühjahr 2006 kam leider nur das Männchen zurück, zu erkennen an seinem gebrochenen Fuß, und blieb den ganzen Sommer über allein. 

Inzwischen hat sich eine neue Generation in Sulingen angesiedelt, die bereits einige Jahre erfolgreich Jungstörche aufgezogen hat.

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